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Hier bloggt die fem.com-Redaktion. Und wie.
Aus aktuellem Anlass: Das Oktoberfest regiert die Stadt. Alljährlich wird nach einem witzigen Wiesn-Gag gesucht, der Geld bringt. Ein großer Hit war das Wiesn-Koks, weißer Schnupftabak, der mit Röhrchen verkauft wurde. Wir erinnern uns noch an die Bavaria-Brille, Bier-Rucksäcke, Dirndl-Leggings, Filzhüte in Maßkrug-Form. Ob das Bier-Abwisch-Bandl sich durchsetzt (Melanie berichtete) ist fraglich. Hier kommt eine weitere Idee aus der fem.com-Redaktion: Das Walk of Shame Kit. Wörtlich: Ein Set für den Gang der Schande. Sinngemäß: Ein Erste-Hilfe-Paket für One-Night-Stand-"Opfer". Passiert besonders oft während des Oktoberfests. Woran man erkennt, dass ein Mädchen den Walk of Shame gerade geht? Sie ist in der Regel schon früh unterwegs, sucht orientierungslos (in welchem Stadtviertel bin ich eigentlich?) nach einer U-Bahn-Station (das Portemonnaie gibt nach einer wilden Nacht keine Taxifahrt mehr her), hat zerzaustes Haar (der One-Night-Stand hatte keine Haarbürste), trägt kein oder das Make-Up vom Vortag, sowohl dem Outfit (Dirndl) als auch dem Mädchen sieht man den intensiven nächlichen Einsatz noch an. Hier gibt es die perfekte Lösung für eines der häufigsten Wiesn-Phänomene: www.walkofshamekit.com. In der handlichen Dose finden sich ein Kleid, Flip-Flops, Rucksack, Sonnenbrille, Zahnbürste inkl. Zahnpasta, feuchte Tücher, eine "Ruf mich an"- bzw. "Ruf mich nicht an"-Karte und ein Armband. Alles zusammen für 34,99 US-Dollar. Könnte ein gutes Geschäft für Wiesn-Stände und Taxi-Fahrer werden.

Madonna hat mich mehr als mein halbes Leben lang begleitet. Ich habe sie gegen Alf und Benjamin Blümchen eingetauscht - da war "Like a Virgin" zwar schon ein alter Hut, aber für mich ziemlich neu. Sie war in meinem Kinderzimmer mit „Crazy for You“ und „Something to remember“. Mit „Rain“ duschte ich ein Jahr lang.
Taxifahrer sind immer ein guter Indikator für die Grundstimmung einer Stadt. "Beware of the Schnauze" gibt der britische Economist seinen Lesern als Tipp für Berlin-Reisen mit. Und ja, ich habe von Berliner Taxifahrern schon mehr als einen Rüffel kassiert, vor allem gegen Einmischungen jeglicher Art sind die Herren sehr empfindlich. Der Münchner grantelt, er ist höflich, freundlich, aber mit einer latent negativen Grundstimmung sorgt er für den notwendigen Respekt bei den Fahrgästen. Und dann kann ich noch von Kölner Taxis berichten, deren Fahrer immer gut gelaunt und zum Plaudern aufgelegt sind. Und die sich durch NICHTS (nicht mal vom falschen Weg, Staus, mangelnder Ortskenntnis, Sackgassen, Flugzeugen, die gleich verpasst werden oder verstimmten und vor allem stark grantelnden Münchnerinnern auf dem Rücksitz) von ihrer guten Laune abbringen lassen. "Jeder Jeck ist anders" sagen die Kölner. Stimmt.