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Montag, 4. Januar 2010

Funninem

Über die Neujahrstage habe ich die Finger weitgehend von der Fernbedienung gelassen (aufgrund von TV-Übersättigung während der Weihnachtsfeiertage), und mich stattdessen rein akustisch berieseln lassen. Unter anderem mit dem neuen Werk von Eminem. Mensch, das erste Album, noch dazu ein doppeltes, seit vier Jahren, und überhaupt - haben wir nicht alle darauf gewartet?

Öh. anscheinend nicht.

Hier in der Redaktion wurde das Rezensionsalbum grausam verschmäht. Ich habe mich erbarmt. Weil ich eben ein Gutmensch bin - und ich ein bisschen Rap/Hip Hop hin und wieder, und ganz besonders nach dem ganzen Weihnachtsgesäusel, ganz apart finde.

Hab also reingehört. Nicht sehr tiefgründig, muss ich gestehen. Drübergehört. "Crack a Bottle" ist ganz eingängig. Aber dieser Track ist eindeutig mein Favorit - und darauf wird weder gesungen noch gerappt. Eminem wird einfach mal schnell zusammengefaltet. Hihi ...

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Please welcome: Guidos and Guidettes


Die "Guidos" aus "Jersey Shore"


Mit deutschen Doku-Soaps kann man mich jagen - give me "Rock of Love Bus", "A Double Shot at Love" oder "The Girls of Hedsor Hall", und ich ignoriere sogar die Anrufe meiner besten Freundin (Sorry, Jenny!!!).

Der aktuellste und am heißesten diskutierte Neuzugang dieses Genres ist vergangene Woche in den USA auf MTV angelaufen. Name: Jersey Shore, Thema: Acht Menschen der mir bis dato unbekannten Spezies "Guido" bzw. "Guidette" werden in einem Küstenort in einem Beach House eingepfercht und dabei abgefilmt, wie sie sich betrinken, befummeln, halbnackig machen und Dünnsuppe reden. Ergo: Sowas wie "The Real World" revisited und damit Große Unterhaltung.

Guidos, so lehrt die Serie, sind Italo-Amerikaner mit akribisch gepflegter Schlagersänger-Bräune, schlechten Gelfrisuren, aufgepumpten Körpern und glossgepflegten Lippen. Guidettes sind das weibliche Gegenstück minus Gelfrisur und Pumpkörper. Selbstverständlich stehen bereits die ersten Organisationen auf dem Plan, die anprangern, die Serie verunglimpfe Amerikaner italienischen Ursprungs. Auch diverse Einwohner New Jerseys fürchten um ihr Image, weisen darauf hin, dass die Protagonisten nicht aus New Jersey, sondern aus New York und Staten Island stammen.

Ist natürlich völlig übertrieben, schließlich ist das Machwerk pure Realkomödie. Und doch verdanke ich dieser unfreiwilligen PR überhaupt das Gewahrwerden der Existenz dieser Show. Das Beste daran: Die Folgen sind (noch!) in ganzer Länge auf mtv.com (hier) zu sehen. Heute Abend läuft Folge 3 ...

et voilá, die "Guidettes"

Donnerstag, 19. November 2009

Obsttierchen und andere Süßanfälle

fem hat einen neuen Mitbewohner: es ist klein, stachelig – und, wenn man Melanie glauben will, unglaublich süß. Sie hat ihre akuten Süßanfälle (ihr wisst Bescheid) jetzt nämlich von Tieren, über Kibonu-Bäumchen auf Essbares ausgeweitet. Während sie also solche Sprüche fallen lässt wie: "du hast ja auch einen Slut-Rock an", streichelt sie gleichzeitig süffisant grinsend das Obsttierchen. Gut, dass man ES ganz schnell verputzen kann…

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Schlendernd verschlanken


Ich habe gerade das erste Wort auf meinen diesjährigen Weihnachts-Wunschzettel geschrieben:

Schlanksohlen.


Hinter dieser - zumindest für meine Begriffe - reichlich erheiternden Wortneuschöpfung verbirgt sich ein grandioses Produkt: Einlegesohlen, mit denen man sich - laut Hersteller - schlank laufen kann. Bewerkstelligen sollen das speziell platzierte Gumminoppen auf der Sohle, die bestimmte Akupunkturpunkte stimulieren. Genau die, so vermute ich, die Hunger- und Appetitempfunden drosseln sollen. Toll - dieses Jahr wird Weihnachtskilos einfach davongelaufen - ein Traum.

Freitag, 11. September 2009

Das trägt man jetzt so.

Jollaradilüdihööösoeintaaagsowunderschööönoanszwoagsuffa!

Dass i mit der Wiesn nix anfangen kann (als Bierabstinenzlerin und Massenveranstaltungs-Verweigererin), habe ich ja bereits vergangenes Jahr in diesem Blog erörtert.

Daran kann auch die erfinderische Glanzleistung des "Bier-Abwisch-Bandls" nichts ändern.

Zum Glück macht man mit diesem brandneuen, unabdingbaren Fashion-Accessoire auch abseits der Theresienwiese eine hervorragende Figur...

Mittwoch, 9. September 2009

Blondes have more Fun, Folge 4

Aber für mich würde George sicher eine Ausnahme machen.

Nur will ich ihn nicht.


Freitag, 28. August 2009

Das brüllt!

Es gibt da so eine Webseite... Die ist ein wahres Schatzkästchen in Punkto verbale Kuriositäten. Dort findet man Meldungen wie:

"Toter Michael Jackson soll in Baumstumpf gesichtet worden sein".

Brüller.

Diese und andere Meldungen können selbstverständlich ausgiebig kommentiert werden. Was nicht weniger Unterhaltsames zutage bringt. Wie etwa diese Köstlichkeit:

"Ich stehe auf Frauen in abgetragenen Turnschuhen oder ausgewetzten Jeans.
Die brüllen mich voll an.
Dies ist ERNST gemeint, keine IRONIE, kein Witz !!!"


Herrlich. Sowas brüllt uns voll an. Keine IRONIE. Dies ist ERNST gemeint.


Mittwoch, 26. August 2009

Scheren-Napping!

Mit großer Betrübnis und Sorge muss die fem.com-Redaktion die unentschuldigte Absenz der Blauen Schere verkünden.

Aufgrund von Hinweisen, die an dieser Stelle nicht detaillierter dargelegt werden dürfen, (um soeben eingeleitete Ermittlungen nicht zu gefährden) besteht der dringende Verdacht, dass die erste Redaktionsschere einer absichtlich und vorsätzlich begangenen Straftat zum Opfer gefallen ist.

Trotz bisheriger Ermangelung einer Lösegeldforderung wird vermutet, dass Blaue Schere gewaltsam verschleppt (sprich: entführt) wurde.

Sachdienliche Hinweise, die zur Befreiung von Blaue Schere führen, sind dringend erbeten und werden selbstverständlich vertraulich entgegengenommen.

Blaue Schere, wo auch immer du bist, wir vermissen dich, komm bald zurück!

Freitag, 14. August 2009

Wieviel Back to Basics ist zu viel?


Meine beste Freundin Jenny fährt am Montag nach Frankreich, ans Meer, zum Surfen.
Sie möchte unbedingt, dass ich mitkomme.
Eine Woche lang Boogieboarden, im Sand liegen, mit anderen Surfern am Lagerfeuer abhängen...

Ich habe noch nicht zugesagt.

Warum nicht?

Nun, was ich vergaß zu erwähnen ist: Wir würden mit Jennys Wohnmobil fahren (klingt auch noch beneidenswert, ich weiß...). Ihr Plan lautet: Wild campen. Wild campen bedeutet übersetzt: Abwesenheit zivilisierter sanitärer Anlagen (ihr Wohnmobil ist kein Deluxe-Modell).

Das ist für einen Tag ok. Für zwei Tage unter Vorbehalt akzeptabel. Und ab dem dritten Tag zu viel.

Ich glaub', sie muss alleine fahren.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Multipler Süßanfall

Wenn ich plötzlich anfange, hochfrequente Töne zu produzieren, wissen meine Kolleginnen inzwischen Bescheid: Melanie hat bei der Bildrecherche oder sonstwo im Internet ein Tierbabyfoto erspäht. Jüngster Vorfall: Ich sehe mich bei der Bildersuche zur entlegenen Insel Südgeorgien (für ein Interview mit den beiden Gründern der Lonely Planet Reiseführer) mit einer wahren Flut an Robbenbabies konfrontiert. Die Folge: Multipler Süßanfall (intervallartiges Ausstoßen erwähnter Frequenzen, Störung von Chrissis Arbeitsfluss durch wiederholtes Heranwinken an meinen Bildschirm samt dringlich vorgebrachter Aufforderung: "Guck mal, GUCK MAL! So süüüß, und schau mal, das Fellchen so weich! Schau mal, ich hab' das Bild vergrößert, jetzt sieht man es richtig, das Fellchen...")

Aber ich hab' ja recht! Doch! Jetzt guckt doch mal, da oben, die süße Minikuschelrobbe, und schaut mal, die ÖHRCHEN... aaaaaaaawwww!

Mittwoch, 10. Juni 2009

Ich bin süchtig.


Endorphinsüchtig. Endorphine sind körpereigene Chemikalien, die dafür sorgen, dass wir uns auf der ganzen Linie stark, spitze, klasse und prima fühlen. Die Produktion lässt sich durch illegale wie legale Suchtmittel aller Art induzieren. Ich verzichte auf Mittel, und konzentriere mich stattdessen auf eine gängige legale Methode, die allerdings ebenfalls Suchtcharakter annehmen kann:
ich verliebe mich. So etwa fünf Tage lang, um dann einen etwa zweiwöchigen Kater (Endorphinentzug!) folgen zu lassen.

Weil das zu lang ist (der Kater, nicht die fünf Tage), und sich das mit dem Verlieben auch nicht so häufig einrichten lässt, wie ich es mir wünschen würde (angestrebte Quote: einmal im Monat - ich sage ja, kann Suchtcharakter annehmen!), suche ich nach Alternativen. Es gibt Menschen, die sagen, dass mittels Meditation, gemeinsamen Gesängen und ekstatischen Tänzen die körpereigene Chemikalienproduktion gleichermaßen aktiviert werden kann.

Deshalb war ich gestern auf einem Kundalini-Yoga-Workshop. Um dort zu treibenden Beats (sacht man doch so, oder?) meine Gliedmaßen zu schütteln, wild zu atmen, wie verrückt zu schwitzen und mich diversen Sit-Up und Liegestützmarathons zu verweigern. Danach war ich primär erledigt.
...während ich darüber nachsann, wie toll es sich doch anfühlen würde, wenn ich jetzt verliebt wäre (glücklich, wohlgemerkt). Endorphinausschüttungen blieben aus.

Bis heute morgen. Als ich aus einem Traum erwachte der sich darum drehte, dass - man glaubt es kaum - ich verliebt war.

Ich hätte wohl doch die 100 Liegestütze und 150 Situps mitmachen sollen. Andererseits: im Vergleich dazu sind zwei Wochen Verliebtheits-Kater doch gelacht!

Heute schrieb ein Redaktionsmitglied, das aufgrund der privaten Natur der angesprochenen Inhalte namentlich ungenannt bleiben möchte.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Lust und Last des Studentinnenlebens


Heute bloggt: Melanie aus der fem.com-Redaktion

Meiomei, wie sich die Zeiten ändern... heutzutage machen sich - habe ich gerade auf fem gelesen - immer mehr Studentinnen einen Lenz, indem sie sich neben den Vorlesungen als gut bezahlte Gespielinnen verdingen.

Neinnein, ich bin nicht neidisch. Höchstens auf den finanziellen Vorteil. Ansonsten... möchte ich wirklich die großartigen Erfahrungen missen, die ich während diverser Nebentätigkeiten machen durfte, die die finanzielle Grundlage für mein Studium bildeten? Wie etwa als Servicekraft in einem Münchner Fitnessstudio mit Schwimmbad. Gewandet in ein grottenhässliches gelb-schwarzes XL-T-Shirt (das unbedingt in die Hose zu stecken war), konnte ich von der Bar aus lustiger Wassergymnastik zusehen. Ich lernte, Weißbier richtig einzuschenken (ja, Weißbier, in einem Fitnessstudio...) und die Avancen eines grenzdebilen Trainers abzuwehren. Auch erfuhr ich, dass Menschen, die freundlich und ganz normal erschienen, nebenberuflich zuhause Amateur-Pornos drehten (das war ein anderer Trainer). Und: nein, er versuchte nicht, mich zu casten. Oder doch, und ich hab es einfach nicht kapiert?

Im Anschluss an dieses bewusstseinserweiternde Intermezzo tauschte ich das gelbe Höllenshirt gegen ein lila XL-Sweatshirt (nein, ich war nicht dick, aber alle anderen Größen waren aus), um mich in einem Münchner Kino mit Großbildleinwand (so groß wie zwei Tennisplätze) und einer 17 000 Watt Sechs Kanal Digital Tonanlage zu verdingen. Hier lernte ich, mich Tsunamis an pubertierenden Hauptschulklassen entgegenzustellen, Wechselgeld korrekt herauszugeben, und dass acht Stunden im Dienste der telefonischen Kartenreservierung nur mit Ausbrüchen manischer Albernheit zu überstehen sind.

Damit nicht genug. Parallel dazu musste ich wieder irgendein Shirt (diesmal in der richtigen Größe, und in weiß) überstülpen, um neurotischen Frauen in einem Frauenfitnessstudio Schlüssel auszuhändigen und Molkedrinks zu mixen. Ehe ich diese Kunstfertigkeiten perfektionieren konnte, gestand ich mir schließlich ein, dass Dienstleistung nicht unbedingt meine größte Stärke ist, und orientierte mich entsprechend um.

Zugegeben, zu dieser Einsicht wäre ich als Lust-Studentin vermutlich schon nach dem ersten Einsatz gekommen.

Freitag, 21. November 2008

Men's premium brassiere: A real life saver

Heute bloggt: Melanie aus der fem-Redaktion

Es gibt sie. Immer wieder mal. Und etwas öfter im November. Tage wie heute. Die mit grauem Regen anfangen. Und weitergehen. Und aufhören. Tage, an denen man sich wünscht, der Mensch hätte sich noch nicht so weit vom Tier entfernt, um der wonnigen Einrichtung der Winterruhe nachzugehen.

An solchen Tagen, an denen die Mundwinkel genauso störrisch den Weg nach oben verweigern wie die Augenlider, an solchen Tagen lobe ich mir die Japaner. Vielmehr: ihren unzerstörbaren Erfindergeist. Der Dinge hervorbringt, die auf den ersten Blick jeder Nützlichkeit entsagen. Und doch haben sie einen Sinn. Und keinen geringen. Sie lassen die dunklen Wolken verfliegen. So wie der Men's premium (!) brassiere. Seit Anfang der Schlechtwetterphase nicht mehr so gelacht...






Quelle und weitere Ansichten hier.

Freitag, 14. November 2008

Silvester im Rooftop-Jacuzzi



Heute bloggt: Melanie aus der fem-Redaktion


Traditionellerweise verdränge ich die Frage, was ich an Silvester zu tun gedenke, bis mindestens zum 30. Dezember. Entsprechend unvorbereitet begebe ich mich dann in die spontan beschlossenen Festivitäten, die sich dann - gleichsam schon beinahe traditionellerweise - als lauwarm bis nervig entpuppen und nur in den seltensten Fällen Erinnerungswert besitzen. Wobei... um ehrlich zu sein, an die vergangenen zwei Silvesterfeste kann ich mich erinnern. Durchaus auch in Ansätzen positiv - trotzdem schwingen selbst bei diesen Reminiszenzen Gefühle von "ja, war ganz nett, aber war dann doch auch wieder gut, als es vorbei war" mit.

Dieses Jahr versuche ich erstmals eine andere Strategie. Ich lasse die Verdrängerei, und entscheide proaktiv, was ich an Silvester machen will. Jawoll, will. Welche Umstände würden dazu beitragen, dass ich Silvester geradezu herbeisehne? Allzu lange musste ich nicht überlegen...

Ich feiere Silvester 2008/2009 unter dem Sternenhimmel, auf einem Hausdach, bei Nachttemperaturen um mindestens 20 Grad, in einem Rooftop-Jacuzzi und selbstverständlich in inspirierender Begleitung.

Das ist das Ziel. Den Weg dorthin lasse ich einfach auf mich zukommen.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Von Schrei-Vasen und Entpeinlichern


Heute bloggt: Melanie aus der fem-Redaktion

Es ist früh, der erste Kaffee erst zu einem Zehntel getrunken, der Hirnmotor noch auf Energiesparstufe geschaltet. ABER - bereits seit zwei Tagen verspreche ich täglich: "Heute blogge ich. Ja, ganz sicher. Ich schwör's." Nun denn, ich tu's. Allerdings muss ich mich unter den gegebenen Umständen vorab von jeder Haftbarkeit für den nun folgenden Eintrag freisprechen.

Heute möchte ich mich einem Produkt widmen, das seit neuestem den ersten Platz auf meinem Weihnachtswunschzettel einnimmt: Der Japanischen Schrei-Vase. Einem Utensil, das uns ermöglicht, schlimmste Beschimpfungen in der Dezibelstärke von hundert zahnenden Säuglingen abzusondern ohne dass wir mit Klagen rechnen müssen. Die japanische Schrei-Vase packt Brüllanfälle aller Art in Watte. Anders als es sich mit dem Wald verhält, kommt alles, was man in sie hineinschreit hinten anders wieder raus: als ein zartes, fast liebevolles Flüstern.

Warum ich mir die Schrei-Vase wünsche? Nicht etwa aufgrund einer cholerischen Natur, vor deren Begleiterscheinungen ich meine Mitmenschen bewahren möchte. Nein, ich bin ein sanftes Lämmchen. Eigentlich. Bis auf die (leider doch recht häufigen) Momente und Situationen, denen selbst mein Organismus mit der übersteigerten Produktion von Stresshormonen begegnet: Wenn unausgeglichene Müllmänner morgens zehn Mülltonnen durch das Treppenhaus zerren, meine Nachbarin sich um drei Uhr nachts an den Türen der Küchenschränke vergeht, oder der Marienplatz an Samstagen von Konsumsklaven erstickt wird, während ich einfach nur... durch will.

Statt, wie bisher, wütende Hasstiraden vor mich hin zu murmeln und Hitzewallungen dritten Grades zu erleiden, weil ich meine Aggressionen nicht expressiv zu verarbeiten wage, werde ich zukünftig in derlei Momenten besonnen meine Schrei-Vase an den Mund legen - und schreien. Ohne Diskriminerung oder Verhaftungen fürchten zu müssen (ich habe eine kräftige Stimme und kenne äußerst gemeine Schimpfwörter) werde ich so endlich Stresshormone unmittelbar abbauen und damit unangenehmen Befindenszuständen wirkungsvoll begegnen können. Praktisch, einfach und so gesund.

Ich hoffe, der Weihnachtsmann kriegt das hin. Immerhin wurde die Schrei-Vase bereits erfunden. Im Gegensatz zu dem Produkt, das vorher auf Platz 1 meines Wunschzettels stand: der Entpeinlicher. Ein Gerät, das Peinlichkeitsgefühle aller Art schnell und diskret beseitigt und damit mein Leben noch nachhaltiger verändern würde als 100 Schrei-Vasen zusammen. Aber das ist ein anderes Thema...

Donnerstag, 11. September 2008

Melanie und die Wiesn-ein kurzer historischer Abriss

Heute bloggt: Melanie aus der fem-Redaktion



Melanie gehört als "gebürtige Münchnerin" zu einer in München bedrohten Spezies.
Trotz ihrer Herkunft ist sie der Bayerischen Zunge nur periphär mächtig (Standards wie "Servus" und "Grias Deeh" gelingen ihr allerdings ohne erkennbar hochdeutschen Akzent), sie trinkt kein Bier, sie hat kein Dirndl und ja: sie ist eine bekennende Wiesn-Verschmäherin.

Das war nicht immer so. Bis zum Ende ihrer Grundschulzeit fieberte Klein-Melanie der "Vorhölle auf der Theresienwiese" (wie sie die Wiesn heutzutage gerne schimpft) mit rosigen Bäckchen entgegen: Ach, die erste Zuckerwatte! Endlich wieder am Schießstand Plastikblumen einheimsen, Achterbahn (noch ohne Looping) fahren, mit wohligem Schauer an der Geisterbahn vorbeilaufen (aber nie damit fahren), den Ständen mit Gasluftballons sehnsüchtige Blicke zuwerfen...

Heute ist alles anders, findet Melanie. Die alte Achterbahn ist schon lange verschrottet, die neuartigen Fahrgeschäfte verursachen kein Magenkribbeln mehr, sondern umfassende Übelkeit, und überhaupt gehen Erwachsene sowieso nur zum Bier trinken auf die Wiesn, zum betrunkenen Schunkeln und hemmungslosen Ausstoß von Gesängen, die eigentlich nicht mehr als solche zu bezeichnen sind.

Trotz all dieser Vorbehalte verschlug es Melanie vor zwei Jahren zum bisher letzten Mal auf das Oktoberfest, um etwas längst Überfälliges zu erledigen: Sie kaufte sich einen Gasluftballon. Und war zum ersten Mal als Erwachsene auf der Wiesn richtig glücklich. Wenn auch nur so lange, bis sich Spongebob Squarepants in den weiss-blauen Himmel verabschiedete.

Mittwoch, 3. September 2008

Schickt uns Wasserbomben, bitte!

Heute bloggt: Melanie aus der fem.com-Redaktion



Die potentiellen Blog-Themen sind zahlreich, geradezu überwältigend. Daher heute keine tiefenanalytische, monothematische Abhandlung an dieser Stelle. Stattdessen eine Top-Five Liste, der mich aktuell beschäftigenden Themen:

1. Ich bin die einzige in dieser Redaktion, die Cameron-Diaz-Befummler Paul Sculfor durchschaut (er datet Cameron Diaz, nicht etwa aus Liebe, sondern weil er es erquickend findet, sein Konterfei in der Klatschpresse anzutreffen. Jawoll, Paul, glaub ja nicht, dass du mich täuschen kannst. Du nicht!).

2. Ich habe heute Nacht davon geträumt, dass Josh Holloway meiner Freundin Christina eine Massage verabreicht hat, die damit endete, dass er seine Beine auf ihren Rücken legte (was anscheinend eine besonders tiefe Form der Entspannung erwirken sollte). Sie war nur halbwegs angetan, und bemerkte anschließend, er sähe zur Zeit nicht so gut aus, sei sehr dünn geworden, seine Beine hätten Zahnstochern geähnelt...

3. Ich bin bestürzt darüber, dass Chrissi nicht meine Begeisterung für "Geek in the Pink" von Jason Mraz teilt.

4. Wir haben noch immer keinen Vorrat an Wasserbomben, um uns effektiv und mit Freude gegen Lärmquellen unter unserem Fenster zur Wehr zu setzen.

5. Chrissi steht auf Max von Thun, sagt sie. Lass dir was besseres einfallen, um mich eifersüchtig zu machen!

Und weil ich heute in Geberlaube bin, gibt es noch einen weiteren Punkt gratis:

6. Ich überlege angestrengt, ob ich Chrissi weitere Hinweise darüber liefern soll, mit welchem Schauspieler, der in "The Tudors" mitgespielt hat, ich unbedingt mal gediegen eine Tasse Tee trinken möchte. Momentan tendiere ich zu "Nein".

Donnerstag, 14. August 2008

Gesichts-Tourette in neun Schritten

Hier bloggt die fem.com-Redaktion. Heute Melanie.






1. Wähle eine eher gediegene Situation, wie ein ernsthaftes aber langweiliges Arbeitsmeeting.

2. Wähle Zielperson aus. Stufe 1: vertraute Person. Stufe 2: Vorgesetzter.

3. Stelle sicher, dass Zielperson dir vollste Aufmerksamkeit schenkt.

4. Wende dich Zielperson mit interessiertem Gesichtsausdruck zu.

5. Verändere schlagartig und nur für 1-2 Sekunden deinen Gesichtsausdruck in eine furchterregende Fratze.

6. Kehre zum freundlich-interessierten Gesichtsausdruck zurück als sei nichts geschehen.

7. Geniesse Irritation des Gegenübers und versuche, dich lediglich innerlich vor Lachen wegzuschmeissen.

8. Starte erneute Gesichts-Tourette-Attacke sobald sich Irritation weitgehend gelegt hat.

9. Kläre nach mehreren Attacken über Gesichts-Tourette auf, und versuche Zielperson zu Attacken ihrerseits auf andere Zielpersonen anzustiften.


(achso: Melanie ist auf dem Bild OBEN)



Lust auf mehr?