Donnerstag, 28. August 2008

Entscheidungen ade

Heute bloggt: Annika aus der fem.com-Redaktion

Neulich habe ich gelesen, dass Entscheidungen müde machen. Gestern Abend war ich ziemlich müde. Ich dachte mir: "Hab ich heute wieder zu viele Entscheidungen getroffen?"

Schon möglich. Das fängt ja direkt nach dem Aufstehen an: T-Shirt oder Bluse, schicke Schuhe oder Sneakers, Müsli oder Toast. Dann: Fahrrad oder Straßenbahn, Treppe oder Fahrstuhl, Kaffee oder Tee. Und in der Mittagspause erst! Dieser kleine Italiener um die Ecke hat jeden Tag mindestens fünf verschiedene, neue Gerichte auf seiner Tafel stehen. Himmel, hilf.

So geht das den ganzen Tag weiter. Entscheidungen über Entscheidungen. Jetzt mag jemand sagen: "Aber das ist doch alles total nebensächlich." Stimmt. Aber auswählen muss ich doch trotzdem, oder?

Einzige Lösung gegen den Entscheidungs-Terror: Ich bastel mir einen Wochenplan.


Montag: T-Shirt (egal, wenn ich friere!), Sneakers, Müsli, Rad (und da mag es noch so regnen), Treppe (wow, ein echt sportlicher Tag), Tee und das zweite Gericht auf der Karte beim Italiener nebenan.

Dienstag: Bluse, schicke Schühchen, Toast, Straßenbahn, Fahrstuhl (heute bin ich so richtig faul), Kaffee und Gericht Nr.1...

Ok, ich erspar' Euch den Rest der Woche. Ab sofort werde ich nie wieder müde sein.

Foto: iStockphoto

Dienstag, 26. August 2008

Süchtig nach …

Heute bloggt: Karolin aus der fem.com-Redaktion

…Anti-Blasen-Gel. Nicht lachen! Meine absolute beste Entdeckung in diesem Sommer war das Anti-Blasen-Gel von Hansaplast.

Bislang haben sich meine Füße jedes Frühjahr aufs Neue mit fiesen Riemchen und schlecht gesetzten Schuhnähten gequält. Und wie soll ich es Ihnen auch verübeln: Den ganzen Winter über sind sie wohlig-weich in Socken eingepackt und von festem Schuhwerk geschützt. Dann kommt der Sommer und plötzlich reibt und drückt es überall auf nackter Haut.


Seit ich das Anti-Blasen-Gel besitze, ist es zu einem ständigen Begleiter in meiner Handtasche geworden. Es sieht aus wie ein Lippenpflegestift – und macht genau so süchtig. Ob Ballerinas oder Riemchen-Sandalen: Zu meinem morgendlichen Ritual gehört nun grundsätzlich der Anti-Blasen-Stick. Er bildet eine feine Schicht auf der Haut, die nicht einzieht und die Füße den ganzen Tag vor unangenehmer Reibung schützt. Seither hatte ich keine einzige Blase mehr.

Zugegeben, Vaseline würde es wahrscheinlich auch tun. Hauptsache, es flutscht am Fuß.

Mittwoch, 20. August 2008

Maximal zum Anschauen.

Heute bloggt: Chrissi aus der fem.com-Redaktion

Er verfolgt mich. Er ist überall dort, wo ich auch bin. Vielleicht sind wir seelenverwandt. Max von Thun und ich.

Als 1999 "MTV Kitchen" im TV lief, schmiss ich mich t.ä.g.l.i.c.h. sekundengenau aufs Sofa, um ihm zuzuschauen: Max von Thun war mein Held, mein Idol, meine heimliche Liebe. Nicht nur, weil er brillante (brillante!) Sachen über Rockmusik sagte, sondern weil er so schön aussah. Im Fernsehen. Während meine Kommilitoninnen auf Sportfreunde Stiller-Konzerten rockten oder noch immer für Jared Leto aus "Willkommen im Leben" schmärmten, war mein Herz voll mit Max.

Seit vier Jahren bin ich nun in München - und seitdem Max von Thun gefühlte 25 Mal über den Weg gelaufen. Live und ohne Bildschirm. Offenbar haben wir beide nicht nur denselben Lebenswandel, wir kennen auch dieselben Leute und treiben uns auf exakt genau den gleichen Parties herum. Manchmal sehe ich ihn 3 Sekunden lang, manchmal 6 Stunden. Mein Idol. Von damals.

Natürlich kennt mich Max nicht. Ich könnte ihm ein Glas Bier über die Hose schütten oder ihn nach einer Zigarette fragen. Ich könnte zufällig gegen ihn fallen, mich von einer gemeinsamen Freundin vorstellen lassen oder ihn sogar um ein Interview für die Website bitten.

Doch das wäre fatal. Dann wäre ja der Zauber unserer zufälligen Begegnungen weg. Bis dahin bilde ich mir ein, dass wir zwei Königskinder sind, die immer wieder zueinander finden. Oder eben nicht. Mein Idol und ich.


Montag, 18. August 2008

Merken: Nie heiraten

Heute bloggt: Kathrin aus der fem.com-Redaktion


Neulich war ich Expertin bei einem Sam-Beitrag zum Thema Brautkleider. Zwei Redakteurinnen sind mit versteckter Kamera in verschiedene Brautkleid-Läden gegangen und wollten ein Brautkleid aussuchen. Was ihnen dabei passiert ist, ist nicht lustig und auch kein Einzelfall – Servicewüste Deutschland eben. Vielen von meinen Freundinnen ist es genauso ergangen: Unfreundliche Beratung und hochnäsige noch dazu. Deshalb liegt jetzt Schneidern lassen voll im Trend, kann allerdings auch hier kompliziert werden. Leider kann man nicht wirklich aus der Brautkleid-Nummer raus, Betroffene sollten gute Nerven haben. Und gute Freundinnen, denn das ist einfach gar nicht „Sex and the City“-like.

Gut, dass ich gerade zufällig nicht heirate, die Brautkleid-Mafia würde mir bestimmt kein Kleid verkaufen.


Donnerstag, 14. August 2008

Gesichts-Tourette in neun Schritten

Hier bloggt die fem.com-Redaktion. Heute Melanie.






1. Wähle eine eher gediegene Situation, wie ein ernsthaftes aber langweiliges Arbeitsmeeting.

2. Wähle Zielperson aus. Stufe 1: vertraute Person. Stufe 2: Vorgesetzter.

3. Stelle sicher, dass Zielperson dir vollste Aufmerksamkeit schenkt.

4. Wende dich Zielperson mit interessiertem Gesichtsausdruck zu.

5. Verändere schlagartig und nur für 1-2 Sekunden deinen Gesichtsausdruck in eine furchterregende Fratze.

6. Kehre zum freundlich-interessierten Gesichtsausdruck zurück als sei nichts geschehen.

7. Geniesse Irritation des Gegenübers und versuche, dich lediglich innerlich vor Lachen wegzuschmeissen.

8. Starte erneute Gesichts-Tourette-Attacke sobald sich Irritation weitgehend gelegt hat.

9. Kläre nach mehreren Attacken über Gesichts-Tourette auf, und versuche Zielperson zu Attacken ihrerseits auf andere Zielpersonen anzustiften.


(achso: Melanie ist auf dem Bild OBEN)



Lust auf mehr?